Steckbrief

Steckbrief

Informationen zur Radtour

Thema verkehrt Mo.-Fr., verkehrt Sa., So. und feiertags, verkehrt ganzjährig, mit Fahrradanhänger
Region Fichtelgebirge
Linien 329 369 R3 R33 R34 R43
Länge ca. 66 km

Bewertungen

Ge­samteindruck
Landschaft
Gastronomie
An­spruch / Kondition
Weg­be­schrei­bung

Höhenprofil

Höhe in Metern, Wegstrecke in km
GPS
Informationen zur Radtour

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Vorwort

Vorwort

Von Bischofsgrün nach Pegnitz (mittelschwer)

Alles dabei: Granitfelsen im Bergwald am Ochsenkopf, idyl­lische Seen, ein Kräuterdorf, ein Stück Fichtelnaabradweg, viel Auf und Ab, Weiherlandschaft, ein Mühlenbier­gar­ten und gegen Ende der Tour alle paar Kilometer Bahn­hö­fe zum Abkürzen.

Von den Höhen des Ochsenkopfs in die Niederungen des Pegnitztals.Unsere langgestreckte, facetten- und kurvenreiche Tour mit den vielen kleinen Sträßchen, Fluss­tä­lern und Seen, aber immer wieder auch mit saftigen Anstiegen und an­schlie­ßendem dynamischen Hinabsausen: Vom Fich­tel­ge­bir­ge in die Ausläufer der Frän­kischen Schweiz, ein ausgefüllter, ab­wechs­lungs­reicher Tag, bei dem es zum Ende hin viele Bahn­hö­fe mit Zusteigemöglichkeit in Rich­tung Nürn­berg gibt, das schon recht nahegekommen ist.

Karte

Karte

Radfahr­kar­te Tour 4 (Ausschnitt 1) – Bischofsgrün - Fichtelsee - Grünberg - Heidennaab-Göppmannsbühl - Kirchenlaibach -Pegnitz (22.05.2019)
Radfahr­kar­te Tour 4 (Ausschnitt 2) – Bischofsgrün - Fichtelsee - Grünberg - Heidennaab-Göppmannsbühl - Kirchenlaibach -Pegnitz (22.05.2019)

Weg­be­schrei­bung

Weg­be­schrei­bung

Tour 4 | Teil 1
Bischofsgrün, Radbus­hal­te­stel­le Rathaus (680 hm) 329369– Karches (3,4 km; 757 hm) – Untere Ringloipe – „5-Wege-Stern“ (5,8 km; 800 hm)

Bischofsgrün Rathaus
Aus­gangs­punkt

Infos zur Anreise auch in unserem Frei­zeit­li­ni­enprospekt 329/369

Frei­zeit­li­ni­en 329, 369 - Fichtelgebirgslinien (ganzjährig)
Das ganze Jahr zum Dach der Franken: Linie 329: Bayreuth – Goldkronach – Bad Berneck – Bischofsgrün – Fichtelberg. Linie 369: Weidenberg – Warmensteinach – Fichtelberg – Mehlmeisel – Bischofsgrün.

An der Hal­te­stel­le Bischofsgrün Rathaus können wir uns am nahen Schilderbaum mit den vielen hölzernen Weg­wei­sern orientieren und fahren Rich­tung Sprungschanze / Karches-Fichtelsee in die Wunsiedler Straße.

Nach ca. 300 m geht’s an der Verzweigung nach rechts (Fahrrad) etwas bergan weiter und schließ­lich stärker ansteigend in den schönen Misch­wald. Schon nach ca. 900 m sind wir bei den Ochsenkopfschanzen und der Som­mer­ro­del­bahn (VGN-Rabatt). Der See links unten vorne im Tal ist ein Speichersee, eigens angelegt für die künstliche Beschneiung der Pisten.

Auf diesem schönen Panoramastück haben wir freien Blick hinüber zum Schneeberg, erkennbar am gedrungenen weißen Turm. Er, nicht der bekanntere Ochsenkopf, das hat sich bei Nachmessungen heraus­ge­stellt, ist der höchste Berg hier im Fich­tel­ge­bir­ge.

Der Schneeberg
1051 m ist er hoch und der höchste Berg nicht nur im Fich­tel­ge­bir­ge, sondern in ganz Nordbayern. Der auffällige weiße Fernmeldeturm diente zunächst militärischen Zwecken, denn der Schneeberggipfel war schon immer wegen seiner Fernsicht strategisch bedeutend und in jüngster Zeit (bis in die 1990er) militärisches Sperrgebiet. Seit 1996 ist er wieder frei zugänglich, so dass auch der Aussichtsturm Backöfele, auf der gleichnamigen Felsengruppe errichtet, wieder besucht werden kann.

Der Ochsenkopf
Mit 1024 hm ist der Ochsenkopf zwar „nur“ der zweithöchste Gipfel im Fich­tel­ge­bir­ge, aber be­stimmt der meistbesuchteste! Fast bis zum Ende des 15. Jahrhunderts hieß er ein­fach Fichtelberg. Der Name „Ochsenkopf“ taucht erstmals 1495 in Bergwerksakten auf und dürfte ein Hinweis auf das in einem Felsen unterhalb des Berggipfels eingemeißelte Stierhaupt sein (siehe Tour 6).
Quelle: www.bayern-fich­tel­ge­bir­ge.de/ochsenkopf/1.htmAktuelle Infos, auch zum Wetter, im Internet unter:
www.ochsenkopf.info/aktuelles-vom-ochsenkopf/

Es geht durch mehrere Tunnels hindurch und weiter auf der breiten Forststraße, immer gut markiert mit Fahrrad Karches oder Fahrrad Fichtelberg. Typische schöne Fichtelgebirgslandschaft, die Bäume scheinen manchmal aus den Felsen herauszuwachsen und die großen Granitblöcke stehen ein­drucks­voll am We­ges­rand. Nach knapp 3,4 km, kurz vor Karches, ist eine besondere Stelle mit Hin­weis­schild ge­kenn­zeich­net.

Granitblöcke und Wollsackverwitterung
Scheinbar übereinander geschichtete Granitblöcke, schön abgerundet, sehen aus, als hätte man einen Berg dicker Kissen oder Federbetten aufeinandergelegt! Wenn man nicht wüsste, dass sie aus Stein sind und ordentlich schwer … – nein, sie rutschen natürlich nicht aus­ei­nan­der, auch bei Sturm nicht, aber wie kommt es dazu? Keine Riesen da, die ihr Bettzeug lüften …

Was ausschaut wie gestapelte Matratzen oder Wollsäcke, die man in früheren Zeiten hatte, ist durch Verwitterung entstanden, die so­ge­nannte Wollsackverwitterung. Zuerst bekommt das massive Gestein Haarrisse und Spalten, verursacht durch Wasser und Säuren, die vorzugsweise ent­lang von Klüften in die Steinblöcke eindringen und nach langer Zeit mechanischer und chemischer Einwirkungsprozesse für die typischen abgerundeten Kanten sorgen. Mil­li­onen von Jahren dauert das! Im Tertiär mit seinem tropischen feucht-warmen Klima sind so hier und anderswo auch ganze Blockmeere entstanden.

Kurz danach liegt links unten Karches. Durch die Bäume sieht man zur Saison die Tische und Stühle der Gastwirtschaft „Altes Forsthaus“, wo es sich trefflich mit Regionalprodukten und selbst Gemachtem speisen und am Flößweiher so herrlich entspannen lässt.

Unser Weg geht hier aber mit Fahrrad rechtwinklig und steil nach rechts oben. So verlockend der (eben­falls breite) Weg ge­ra­de­aus ausschaut, er führt für Radler nicht weiter, und so müssen wir dieses kurze Steil­stück hinauf und gelangen damit „eine Etage“ höher: auf die Untere Ringloipe. Dort, unverkennbar mit Fahrrad und Einbahnstraßenpfeil (gilt nur für Skilangläufer) markiert, nach links.

Wir sind nun auf dem schönsten und ab­wechs­lungs­reichsten Stück dieser bei genügender Schneelage top gespurten Loipe und fahren an grauen Granitkolossen, die ganz anderes anmuten als die hellen Kalkfelsen der Frän­kischen Schweiz, an schönem Bergmisch­wald in mannigfaltigen Grüntönen, an einem rauschenden Bach, Beerensträuchern, Farnen, Luftwurzeln und leuchtend grünem Moos vorbei, bevor wir nach ins­ge­samt 5,9 km einen Verzweig mit 5 Wegen, unseren „5-Wege-Stern“, erreichen.

-> Falls Sie hier eine Zusatzschleife zu drei Quellen, dem Geldbrunnen und dem Glasmacherdenk­mal einlegen möchten, dann fahren Sie hier halbrechts den Berg hoch (3. Weg von links: untere Ringloipe). Außerdem können Sie damit auch noch ganz rauf auf den Ochsenkopfgipfel fahren. Weg­be­schrei­bung Tour 2 | Quellenschleife mit Ochsenkopf-Gipfeloption (schwer)

-> Oder Fortsetzung mit Tour 3 | Teil 2 möglich.

Tour 4 | Teil 2
„5-Wege-Stern“ (5,8 km; 800 hm) – Fichtelberg, Radbus­hal­te­stel­le Fichtelsee 329369 (7,1 km; 766 hm) – Fichtelsee: Jean-Paul-Brunnen (8,0 km; 769 hm)

Am „5-Wege-Stern“ fahren wir mit dem blauen Loipenschild in die „Zustiegsloipe Fichtelsee“ ge­ra­de­aus. Nach ca. 150 m, beim 1. Abzweig nicht nach links auf die Straße fahren, sondern weiter auf dem unbefestigten Waldweg bleiben und erst beim 2. Abzweig mit Fahrrad nach links auf den Park­platz. Hier ohne Fahrrad gleich wieder auf geteertem Weg nach rechts und über die Park­platzausfahrt zur Straße vor, hier rechts und nach Neubau hinein. Kurz darauf ist rechts die Radbus­hal­te­stel­le Fichtelsee.

Radbus­hal­te­stel­le Fichtelsee 329
Am frühen Nachmittag kommt der Radbus von Bayreuth auch hierher zum Radtoureinstieg. Damit können Sie die Tour verkürzen. Gegen Abend fährt der Radbus wieder zurück nach Bayreuth. So ist auch eine Kurztour von Bischofsgrün zum Fichtelsee mit viel Zeit zum Baden, Bootfahren, Einkehren etc. möglich.

Von der Radbus­hal­te­stel­le Fichtelsee geht’s über den großen bewachten Park­platz (neben dem Campingplatz) hinunter zum zuweilen tiefblaugrünen See (WW): Die rot-weiße Schranke am Park­platzende vorsichtig passieren, unten am Querweg 2-mal nach links bergab, Markierung: Jean-Paul-Weg, kein Fahrrad (geht nur in Ge­gen­rich­tung). Am besten erstmal innehalten und gucken, wie schön es hier ist, bevor wir links herum um den See fahren.

Es geht auf dem breiten Weg ge­ra­de­aus an einer großen Info-Hütte (Info: Fichtelseemoor) vorbei.

Gegenüber, bei einer Bank am Mooresrand, lässt Sta­ti­on 69 des Jean-Paul-Weges erahnen, wie es früher hier ausgesehen haben mag: „Gegenwärtig trägt man mich über den Fichtelsee und über zwei Stangen, die statt einer Brücke über diese bemooste Wüste bringen. Zwei Fehltritte der Gondelierer, die mich aufgeladen, versenken…einen Mann in den Fichtelsumpf.“ An schönen Tagen wärmt hier die Sonne, der See glitzert, man sieht die Leute in der Ferne am schmalen Weg unter hohen Bäumen zwischen den Seen hinüberwandeln.

Kurz nach Sta­ti­on 69 weist ein Schildchen mit sehr kleiner Schrift ge­ra­de­aus auf den Abstecher zum Jean-Paul-Brunnen hin, den wir nicht auslassen wollen. Es sind nur gut 100 m, dann sind wir bei einer Granitstein-Pyramide angelangt, auf deren Rückseite ro(s)tbraunes Wasser austritt.

Jean-Paul-Brunnen
An der rötlichen Färbung sieht man, dass das Wasser eisenhaltig ist. Der Sauerbrunnen ist außerdem leicht radioaktiv (radonhaltig), weshalb eine englische Gesellschaft zu Beginn des 20. Jahrhunderts dort in großem Stil eine Kuranstalt bauen wollte, was aber vom damaligen Bay­e­rischen Staatsministerium verhindert wurde.

Die in deutscher Schrift eingemeißelte Inschrift lautet: „Zum Gedenken an Jean Paul, der gerne hier weilte. 1825 • 1925, der Fichtelgebirgsverein.“
Quelle: www.bayern-fich­tel­ge­bir­ge.de/gewaesserkunde/JeanPaulBrunnen.pdf

-> Wechsel zu Tour 2 | Teil 3-5 möglich (Jean-Paul-Brunnen – Hubertusbrunnen – Eger– und Saalequelle – Bad Berneck 329- Goldkronach - Untersteinach R32

-> Oder Sie wechseln zu Tour 6 | Teil 5, die Sie direkt zur Radbus­hal­te­stel­le Fichtelberg Fichtelsee 329369bringt.

Tour 4 | Teil 3
Fichtelsee: Jean-Paul-Brunnen (8,0 km; 769 hm) – Nagelsee (16,1 km; 591 hm) – Ebnath (19,4 km; 534 hm) – Grünberg (22,5 km; 563 hm)

Vom Jean-Paul-Brunnen fahren wir den kurzen Abstecher wieder zurück. Nun führt nach links (WW Nagel; 6,5 km) ein breiter Blockbohlenweg gut befestigt und wunderschön über das Moorgebiet hinweg.

Bitte fahren Sie hier vorsichtig! Rad­fah­ren ist nicht verboten, Fußgänger haben aber Vorrang, außerdem ist der Weg zum Rasen zu schade, wir wollen ja auch etwas sehen!

Am Ostufer des bezaubernden Fichtelsees (Felsen, Bademöglichkeit, Bootsverleih VGN Rabatt!) vor zum Gast­haus mit großer Seeterrasse.

Unmittelbar danach scharf links herum und den Berg hoch (WW Quellenweg Nagel am hölzernen Schilderbaum) und am nächsten Verzweig mit vielen Markierungen wieder links halten, den Teerweg ver­las­sen und auf dem geschotterten Weg weiter.

Nun immer dem Fahrrad Silberhaus oder Nagel / Nagler See folgen. Eine Autostraße wird schließ­lich gequert, auf der anderen Seite neben der Straße geht’s nach links bergab durch ein rot-weißes Gitter und auf dem grün eingewachsen Weg idyl­lisch weiter.

Nach 1,9 km kommen wir wieder an eine Straße. Hier gleich nach rechts und ohne Fahrrad auf der Straße bergab nach Nagel. Flott geht’s hinunter, aber nach 2,5 km im Ortsteil Lochbühl auf­pas­sen: Bei der zweiten Bus­hal­te­stel­le (nach rechts: WW Ölbühl; 0,5 km) müssen wir links nach Fahrrad Nagel abbiegen (WW Duft- und Schmetterlingsgarten).

Auf der Anhöhe am Gast­haus Steinkohl – mit Bierbänken vor der Tür – vorbei und mit freiem Blick weiter. Die Aussicht begeistert uns, rechts vorne ein schöner Blick auf die Nagler Kirche.

Ca. 600 m nach dem Gast­haus auf­pas­sen und den Abzweig nach links, WW Duft- und Schmetterlingsgarten, in die Straße „Am Hügel“ nehmen, danach an der Querstraße „Zum See“ nach rechts fahren (WW Duft- und Schmetterlingsgarten zeigt hier nach links = für uns falsch!).

Nach gut 100 m führt nach links ein Fußweg (mit Drängelgitter) zum immer frei zugänglichen „Duft- und Schmetterlingsgarten“ (WW). Wer diesen Weg wählt, der direkt am Kräutergarten ent­lang und dann wunderschön am zuweilen tiefblauen See ent­langführt – ein glitzernder Brilliantspiegel für Himmel, Wolken, Bäume und Kirchturm – hat ungefähr 350 m auf Fußwegen zu schieben. Alternativ kann man ge­ra­de­aus weiter­fah­ren (verpasst dann aber natürlich den besten Teil) und an der Hauptstraße nach links, wo sich die Wege wieder treffen. Der „Duft- und Schmetterlingsgarten“ ist im Wesentlichen ein bienen- und schmetterlingsfreundlicher Kräutergarten, der im Frühjahr / Sommer be­son­ders schön blüht.

An­schlie­ßend geht’s hinunter zum Nagler See (Umkleidekabinen, Spielplatz, Kneippanlage etc.). Am Ufer nach rechts und mit dem Haus der Kräuter zur Hauptstraße vor. Hier links und zwischen Kapelle und Kirche bergauf.

Am Gast­haus „Zum wilden Mann“ – mit einladendem Bier­gar­ten auf der grünen Wiese – vorbei, am Straßenverzweig halbrechts abbiegen (WW Ebnath, 3 km) und geradewegs nach Ebnath hineinfahren. Kurz nach Ortsanfang sind wir am Fichtelnaabradweg (FNR) angelangt, einem alten Bahn­tras­senradweg – wie aus dem Bilderbuch: Stilistisch, idyl­lisch, oft neben und über dem Bach verlaufend (auch mit Ei­sen­bahnrelikten an den Seiten und zuweilen einem Brückchen) geht’s meist sanft steigend der Fichtelnaab entgegen. Auf den FNR fahren wir nach dem auffälligen Schild „Landgasthof Bergblick, 50 m“ rechts in den geteerten Radweg mit rot-weißem Gitter (Fahrrad Brand).

Nach knapp 3 km erscheint die Dreifaltigkeitskapelle unübersehbar am linken Wegrand, hier links nach Grünberg hinab, am Gast­haus „Zum Waffenschmied“ vorbei und mit Schwung den Hang wieder hinauf.

-> Wechsel zu Tour 3 | Teil 4 möglich (Grünberg – Fichtelberg Bus­bahn­hof 329369)

Tour 4 | Teil 4
Grünberg (22,5 km; 563 hm) – Immenreuth (32,5 km; 503 hm) – Haidenaab-Göppmannsbühl Bf. R33 R43 (38,4 km; 482 hm) – Tauritzmühle (39,9 km; 478 hm) – An­schluss (500 m ab Hauptstraße): Kirchenlaibach Bf. R33 R34 R43 (42,5 km; 468 hm) – Seybothenreuth Bf. R34 (49,5 km; 424 hm) – Creußen Bf. R3 (58,9 km; 436 hm) – Schnabelwaid Bf. R3 R33 (66,2 km; 474 hm) – Pegnitz Bf. (75,9 km; 427 hm) R3 R33

Wir bleiben auf der Straße (Ortsendeschild: Kulmain, 6 km). Kurvig und steil geht es hoch zur breiten Staatsstraße und dort nach rechts. Nach 1,2 km, es geht immer leicht bergauf, ver­las­sen wir sie aber schon wieder und biegen rechts ab (WW Ölbrunn, 1 km; Fahrrad Babilon) und bereits nach 600 m, kurz nach dem Ortsende von Frankenreuth, wieder links nach Babilon (Fahrrad).

Nicht alle Ortschaften mit eigentümlichem Namen können bei dieser Tour  besucht werden – und so bleiben Ölbrunn, Herzogshut, Fuchsendorf, aber auch das bekannte Mehlmeisel, ebenso wie das un­be­kannte Katzenöd links oder rechts liegen …

Nach einigem kurvenreichen Auf und Ab und Auf wird ein Sträßchen erreicht. Hier mit Fahrrad erst rechts, dann links, an der Straße (Fahrrad Immenreuth) rechts. Bis Immenreuth ist die Strecke mit Fahrrad gut ausgeschildert.

Wir sausen bergab, folgen der Fahrrad-Strecke und lassen 2-mal die Straßenweg­wei­ser nach links (WW Immenreuth, 3 km) unbeachtet – wäre weniger schön und viel bergiger. Es geht wieder etwas bergauf und um den 711 m hohen Tannenberg (im Winter: Skiliftbetrieb) herum, wieder hinunter ins schöne Flötzbachtal mit der Hölzlmühle und weiter nach Ahornberg. Dort nach der Bus­hal­te­stel­le links (Fahrrad) und mit dem Flötzbach weiter bergab und nach Immenreuth hinein, am SOS-Kinderdorf vorbei und bis zur Staatsstraße vor, hier links (Fahrrad Kulmain) und über die Ei­sen­bahnbrücke. Zur Rechten lädt nun das Gast­haus „Alte Schmiede “ zur Einkehr ein: echt frän­kisch, gut und reichlich, mit 2 Klößen pro Portion.

-> Falls Sie die Tour vorzeitig beenden möchten, dann können Sie im nächsten Ort am Bahn­hof Haidenaab-Göppmannsbühl R33 R43 in den Zug steigen (noch 5,8 km). Ab dort gelten die VGN-Tickets wieder. Bis dahin geht’s flott und vorwiegend leicht hüglig bergab durch wunderschöne Weiherlandschaft.

Wir fahren nach der Ei­sen­bahnbrücke ge­ra­de­aus (ohne Fahrrad) in die Straße „Altes Dorf“ und nach gut 500 Metern ein Stück nach der Druckknopfampel rechts (Fahrrad Gabellohe, WW Na­tur­er­leb­nisbad, Camping) und in Gabellohe an der Querstraße links. Nach gut 900 Metern, an einem Vorfahrt-Achten-Schild, geht es scharf rechts und an einem Haus vorbei. Das Vergnügen kleiner Sträßchen ohne große Anstiege hält die nächsten Kilometer an. So schön hier! Unbeschwert sausen wir durch die urwüchsige Landschaft ins Haidenaabtal hinüber und nach Haidenaab hinein.

Dort im Ort beim Verzweig nach rechts den Anstieg hoch (Fahrrad Göppmannsbühl am Berg). Oben sind wir dann kurz vor der Bahnlinie (Infotafel:„Züge Rich­tung Marktredwitz, Züge Rich­tung Kirchenlaibach“). Unser Weg geht nach rechts, auf dem Radweg unter der Bahn hindurch (Züge Rich­tung Kirchenlaibach – dort um­stei­gen nach Nürn­berg oder weiter­fah­ren nach Bayreuth).

Nach der Bahn­un­ter­füh­rung und nach der Bus­hal­te­stel­le noch ein paar Meter nach vorne und nach links über einen „Trampelpfad“, dann kommen Sie zum Bahn­hof Haidenaab-Göppmannsbühl, einer Bahn­sta­ti­on mit unbefestigtem Bahn­steig: Gras, Sand und Erde, darauf die Gleise und – immerhin und wichtig: eine weiß-gestrichelte „Halten-Sie-Abstand-von-der-Bahn­steigkante“-Linie, was ein bisschen wie „Wildwestbahn­sta­ti­on“ oder „Wildostbahn­sta­ti­on“ anmuten mag, be­son­ders abends in der Dämmerung. Die Züge fahren aber zu­ver­läs­sig und auch noch später abends, so dass Sie sich un­ter­wegs Zeit lassen können.

Wir folgen nun für ca. 10 km den Fahrrad Haidenaab. Zur Wei­ter­fahrt nach der Bus­hal­te­stel­le am Bahn­hof nach rechts und hinauf zur Hauptstraße.

-> Wechsel zu Tour 7 | Teil 1–4 (ab Haidenaab-Göppmannsbühl Bf. – Weidenberg R 32 – Untersteinach R32 – Bayreuth R3 R33 R34 R43) möglich: Fahren Sie oben an der Hauptstraße rechts (so dass die Gleise nun rechts von Ihnen sind). Zuvor können Sie noch einen emp­feh­lens­werten Abstecher zur Tauritzmühle machen.

Oben an der Hauptstraße links und mit Fahrrad weiter. Man muss nach knapp 400 m, in Göppmannsbühl, zweimal auf­pas­sen und zweimal kurz hintereinander nach rechts den kleineren Weg zur WW Tauritzmühle nehmen, bevor es schließ­lich linksabbiegend am Tauritzbach ent­lang dorthin geht.

Die Tauritzmühle
Die ehemalige Mühle beherbergt nun eine zünftige Wanderschutzhütte mit Nebengebäuden samt Felsenkeller und ist durchgängig bewirtschaftet. Der gemütliche Bier­gar­ten zieht viele Radwanderer an, traditionsgemäß finden Feste wie Kerwa (am 3. WE im Sep­tem­ber) und Sonnenwendfeier statt. In der Mühle wird in einem Steinbackofen regelmäßig Brot gebacken, nicht nur Kinder können sich am Wassererlebnisplatz vergnügen, einen Spielplatz und viel Natur drumherum gibt es sowieso. Ein Feuchtgebiet mit Orchideen schließt sich an, ebenso ein Biberlehrpfad, 2015 neu gestaltet und auch mit QR-Codes beschildert. Quelle: de.wikipedia.org/wiki/Tauritzmühle

Die Tauritzmühle nach links über den Bach auf geschottertem Weg ver­las­sen, der Fahrrad Haidenaab lotst uns um mehrere Ecken herum sicher nach Speichersdorf. Nach der Bus­hal­te­stel­le können Sie nach links zum Bahn­hof Kirchenlaibach R33 R34 R43 fahren (ca. 500 m) und die Tour beenden.

Zur Wei­ter­fahrt ge­ra­de­aus (Fahrrad Seybothenreuth, 7 km) und nahtlos nach Kirchenlaibach hinein. Nach Querung der Staatsstraße auf­pas­sen: Es geht vor der Kirche im Zickzack links, rechts, links (undeutliche Fahrrad) an der Kirche und einer Pizzeria vorbei und um weitere Ecken (Fahrrad). Ab Ortsende nimmt uns ein schönes kleines Sträßchen auf, das über Brüderes und Einzigenhof nach Seybothenreuth führt. In der Hauptstraße weiterhin ge­ra­de­aus, d. h. wir ver­las­sen hier den Haidenaabradweg. Unter der Bahn­un­ter­füh­rung hindurch kommt man zum Bahn­hof (Fahrrad Bahn­hof).

Zur Wei­ter­fahrt geht es nun ohne Fahrrad immer ge­ra­de­aus, auf dieser (linken) Bahnseite bleiben, nicht unter der Bahn hindurch. So kommen wir in die kleinere Würnsreuther Straße (Markierung: Ja­kobs­weg) und auf diesem sanft kurvigen Sträßchen nach Würnsreuth. Das Bilderbuchdörfchen hat für hungrige Leute zum Genuss ein 24 Stunden geöffnetes Häuschen mit ver­schie­denen Käse- und Joghurtsorten aus Eigenproduktion (vorher Brot, Messer und Löffel sowie Kleingeld einstecken). Die Rohstofferzeuger sind gleich daneben im großen Stall anzuschauen …

Radfahrvergnügen pur! Hier gibt es sie noch, die kleinen Sträßchen, die ein­fach nur Sträßchen sind – wie früher mal: mit wenig Verkehr, ohne viel Lärm, ohne Seitenwechselradweg!

Froh geht’s dahin und nach Unterölschnitz hinein, dort mit Fahrrad nach der Straßenquerung und einem Links­bo­gen rechts nach Tiefenthal (Fahrrad) weiter, dort im Ort ohne Fahrrad nach rechts: WW Creußen, 3 km.

Der Creußener Berg bleibt uns nicht erspart, auf dem alten Sträßchen geht’s nach Hagenreuth nochmal bis fast an die 500-hm-Linie hinauf, bevor wir es ab dem Waldende zum Bahn­hof hinabsausen lassen können.

->žž Wer zum Bahn­hof Creußen R3möchte, sollte beim beschrankten Bahnübergang abbremsen und kann so unmittelbar danach ohne weiteren Hö­hen­me­terverlust nach rechts zum Bahn­steig, Gleis 1 gelangen, wo die Züge nach Nürn­berg abfahren.

Die In­nen­stadt liegt tiefer, zu unserer Fortsetzung nach Schnabelwaid müssen wir zunächst hinunter auf die B 2. Wir folgen der Straße vom Bahn­hof bergab, fahren ge­ra­de­aus über den Kreisverkehr und an der B 2 nach links. Rechtsabbiegend geht’s hier (als Abstecher) in die mittelalterlich ge­prägte Alt­stadt.

Alt­stadt Creußen
Se­hens­wert sind die teilweise er­hal­tene Stadtmauer von 1358–1361 mit dem Krügemuseum am hinteren Tor in der Torwächterstube, mit dem Hunger- oder Malefizturm, der als Gefängnis erbaut wurde, und dem Markusturm, die Pfarrkirche St. Jakobus, das Pfarrhaus am Markt­platz, das ehemalige Kommunbrauhaus, die Habergasse, als Straßenmarkt angelegt . Die Pferde der Handelsleute wurde dort mit Hafer versorgt. Weiterhin se­hens­wert sind das Rathaus mit Brot- und Fleischbänken an der Längsseite, die als Verkaufsstände dienten, und nicht zuletzt das Eremitenhäuschen, das als die einzige er­hal­tene bürgerliche Eremitage Deutschlands gilt. Quelle und weitere Infos: de.wikipedia.org/wiki/Creu%C3%9Fen

Krügemuseum – weltbekanntes Creußener Steinzeug
Creußener Steinkeramik, in ihrer Art und Qualität formal und technisch ein­ma­lig, war weithin berühmt. Vielerorts ist Steinzeug blau- und graufarbig mit Ritzdekor, Creußener Steinkeramik ist aber braun, wodurch die plastisch aufgelegten Dekore mit un­ter­schied­lichsten Motiven und das farblich auffallende bunte Emaille be­son­ders zur Geltung kommen. Der Ton dazu wurde vor Ort am „Fuchsacker“ und auf dem „Kappelberg“ abgebaut und ermöglichte zudem be­son­ders dünne Gefäßwandungen.

Verziertes Trinkgeschirr für Adel und Patriziat – man ließ sich prestigeträchtig reich verzierte Trinkkrüge mit dem eigenen Wappen oder dem Namen anfertigen. Täglich genutzte Gebrauchsware, wie Töpfe, Krüge, Schenkkannen oder Flaschen, aber auch Abflussrohre, wurden auf der Blockscheibe gedreht, bei Bedarf gehenkelt und getrocknet.

Der Werkstattmeister war vor allem mit dem Drehen der Gefäße
be­schäf­tigt. Gesellen, Lehrlinge und nicht zuletzt die Ehefrau waren mit dem Verzieren und vielerlei Hilfestellungen in die Produktion mit einbezogen und unverzichtbar. Das aufwendige Brennen mit Holz verfestigte die Tone bei 1200–1300 °Celsius zum gesinterten, porenarmen, wasserundurchlässigen, säure- und laugenfesten Steinzeug.

Geöffnet: Ostern – 31. Okt., Mi., Sa. und So. von 10–12 Uhr u. 14–17 Uhr; 1. Nov. – Ostern, Sa. von 14–17 Uhr, So. von 10–12 Uhr und 14–17 Uhr Führungen au­ßer­halb der Öffn­ungs­zeiten nach Voran­mel­dung je­der­zeit möglich. Quelle und weitere Infos: www.kruegemuseum.de

Wir fahren auf der B 2 bis zum Zimmerplatz (am 3. Sep­tem­ber-Wo­chen­en­de großer Kerwa-Platz). Das ist nach der Alt­stadt (rechte Seite) die erste Gelegenheit, auf der B 2 nach links abzubiegen: Am Eck ist „RANK – Fachmarkt Boden + Wand“ gut sichtbar, hier nun links die Haidhofer Straße hinauf (Fahrrad BT 21).

Oben der Hauptstraße im Rechtsbogen folgen (Fahrrad), dann über einen beschrankten Bahnübergang und mit einigen Zacken (Fahrrad) sowie rauf und runter auf einem kleinen Sträßchen nach Althaidhof. Im Ort links (Fahrrad), dann nach Neuhaidhof (Fahrrad). Dort am Ortsanfang am Querweg vor dem Wald nach rechts in den Ort und ge­ra­de­aus 350 m hinunter zur Hauptstraße (Fahrrad). Hier rechts (Fahrrad) und nach 40 m vor der Bus­hal­te­stel­le scharf links in den geschotterten Weg.

Bei der Kapelle am Wald­rand links und weiterhin Fahrrad folgen. Es folgen noch einmal mehrere Anstiege im Wald, bevor es kurvig durch Preunersfeld geht. Nun auf schöner Panoramastraße weiter nach Schnabelwaid. Nach der Bahnbrücke gelangen wir mit der Linkskurve vor zum Bahn­hof (Züge nach Nürn­berg und Bayreuth), nehmen bei nächster Gelegenheit gleich die Verzweigung nach links zu den Gleisen (kein Fahrrad) und fahren dann die Bahn­hof­stra­ße ent­lang auf das Bahn­hofs­ge­bäu­de zu.

Für die Wei­ter­fahrt geht’s am Bahn­hofs­ge­bäu­de etwas rechts versetzt in den gepflasterten Weg. Nach einem Rechtsbogen und ca. 600 m bergab, stoßen wir auf den geteerten Pegnitztal-Radweg. Hier links und nunmehr bestens geteert und ausgeschildert mit viel genussreichem Bergabfahren und nunmehr kleineren Gegenanstiegen immer Fahrrad Pegnitz folgen. Es geht schließ­lich durch Zips. 2,7 km danach werden nach einer Straßenquerung bei Kappelberg zwei Al­ter­na­ti­ven an­ge­boten: Wir fahren nach links (Fahrrad Pegnitz; 3,0 km – Rosenhof; 1,0 km). Geradewegs durch Rosenhof sind es noch 2,4 km zum Bahn­hof Pegnitz auf der rechten Seite. Von dort aus bringt Sie die R3 wieder Rich­tung Nürn­berg oder Bayreuth. Alternativ sind es noch ca. 900 m bis zur Stadtmitte und dem Markt­platz. Der ge­samte er­hal­tene innere Stadtkern steht als Ensemble unter Denk­malschutz. Schön sitzt man dort draußen an den Gaststätten, um die Tour ausklingen zu lassen.

Mehr Infos auch in unserer Städtetour:

Pegnitz
Tor zur Frän­kischen Schweiz
Pegnitz Bahn­hof
Rück­fahr­mög­lich­keiten

Die Flindererzeit – eine ganz besondere Zeit in Pegnitz!
Einst hatte jedes Haus in der Neustadt ein Braurecht. Das war dem Magistrat von Pegnitz zu viel. So wurde im Jahre 1837 vereinbart, dass jeweils immer nur drei Bürger pro Woche selbstgebrautes Bier aus dem Kommunbrauhaus ausschenken durften. Die Rei­hen­fol­ge wurde wochenweise verlost, Termine durften nicht getauscht werden. Ab 1864 musste unter den drei Flinderern immer ein Metzger sein, weil es diesem allein gestattet war, eine Bratwurst oder dergleichen an die Biergäste abzugeben.

Als äußeres Zeichen dieses Brauches hängten die jeweiligen Bürger ein Büschel mit grünen Zweigen sowie eine aufgeblasene Schweinsblase bei ihrer Eingangstüre auf – und so ist es auch heute noch, und zwar von April bis Juni.

Neben dem guten Essen – es gibt Deftiges aus der Hausschlachtung – wird von den zwei örtlichen Brauereien, der Brauereivereinigung Pegnitz GmbH und der Jura-Bräu, für Bierliebhaber das eigens dafür gebraute „Flindererbier“ an­ge­boten, ein „Stoff“ für Genießer“!
Quelle, Termine u. weitere Infos: www.pegnitz.de/kultur-brauchtum/flinderer

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