8. Oktober 2010

Zwischenergebnisse zur Stadt-Umland-Bahn Erlangen liegen vor

Der Arbeitskreis zur Stadt-Umland-Bahn Erlangen hat sich am Diens­tag, 5.10.2010 bei der Ver­bund­ge­sell­schaft (VGN GmbH) mit dem aktuellen Stand der Planungen befasst. Der Gutachter stellte die Zwischenergebnisse aus der Stan­dardisierten Bewertung der untersuchten Netzva­ri­an­ten vor. Diese sollen in den nächsten Sitzungen der politischen Gremien in den Land­kreisen Erlangen-Höchstadt und Forch­heim, der Städte Erlangen, Herzogen­aurach und Nürn­berg sowie im Zweck­ver­band des VGN (ZVGN) ausführlich behandelt werden. Der Arbeitskreis, be­ste­hend aus Vertretern der Städte und Land­kreise, der Regierung von Mit­tel­fran­ken, von Gutachter, ZVGN und Ver­bund­ge­sell­schaft, empfiehlt die Untersuchung mit einer reduzierten Netz-Va­ri­an­te weiterzuführen.

Die Planungen des so­ge­nannten „T-Netz" - Herzogen­aurach - Erlangen - Eschenau verknüpft mit der Nord-Süd-Ver­bin­dung Nürn­berg/(Thon) Wegfeld - Erlangen aus dem Jahre 1993/94 wurden mit einer aktualisierten Datenbasis und nach neuer Untersuchungsmethodik überprüft. Gegenstand sind die verkehrlichen Wirkungen, die Kosten für die Schie­nen­stre­cke und Fahr­zeuge sowie eine ge­samtwirt­schaft­liche Bewertung mit Ausweisung eines Nutzen-Kosten-Indikators.
Eine weitere Va­ri­an­te, die im westlichen Teil eine geänderte Li­ni­en­füh­rung in Form zweier Linienäste nach Büchenbach und über die Aurachtalbahn nach Herzogen­aurach vorsieht, wurde im Hinblick auf Machbarkeit und verkehrliche Wirkungen in die Prüfungen mit ein bezogen. Diese Idee einer geänderten Trassierung, die sich im Wesentlichen auf den westlichen Teil erstreckt, war durch eine Bürgerinitiative in die politische Diskussion eingebracht worden.

Da die Aufbereitung der Prognosestrukturdaten, die Abstimmung ver­schie­dener Datengrundlagen, vor allem aus der S-Bahn-Untersuchung Erlangen und der DIVAN-Datenbasis mehr Zeit in An­spruch genommen hat als ursprünglich veranschlagt wurde, ist der Arbeitskreis überein gekommen, jetzt über die Zwischenergebnisse zu informieren.

Die Untersuchungsschritte nach dem so­ge­nannten Regelver­fah­ren der Stan­dardisierten Bewertung haben im Ergebnis für die „T-Netz-Va­ri­an­te" einen Nutzen-Kosten-Indikator von 0,79 somit kleiner 1,0 ergeben. Der Gutachter weist darauf hin, dass vor allem durch Reduktionen der Strecken im T-Netz ein Wert größer 1,0 erreicht werden könnte.
In diesen Zusammenhang sieht der StUB- Arbeitskreis die Möglichkeit, mit Hilfe eines Reduktionsszenarios ein Bewertungsergebnis zu erzielen, das die Förderfähigkeit des Projektes nach­weist. Hierbei müsste über eine Verkürzung des Li­ni­en­netzes sowohl im Osten als auch im Westen entschieden werden.
Der Vergleich der verkehrlichen Wirkungen der Va­ri­an­ten „T-Netz" und „Bürgerinitiative" zeigt, dass bezogen auf die Bezugssituation (Ohnefall) das „T-Netz" besser abschneidet als die Va­ri­an­ten der Bürgerinitiative.

Unterrich­tung der Gremien
In ihren nächsten Sitzungen werden zunächst der Zweck­ver­band Ver­kehrs­ver­bund Groß­raum Nürn­berg, die Kreistage von Erlangen-Höchstadt und Forch­heim sowie der Stadtrat bzw. die jeweiligen Verkehrsausschüsse in Herzogen­aurach, Erlangen und Nürn­berg über den Stand des Ver­fah­rens unterrichtet. Zudem werden die Bürgerinitiativen über die Ergebnisse zu der von ihnen eingebrachten Netzva­ri­an­te informiert. Wenn zu diesem Alternativnetz auch eine ge­samtwirt­schaft­liche Bewertung (Berechnung des Nutzen-Kosten-Indikators) erforderlich werden sollte, müssten auch für diesen Fall zunächst die Investitionen für die erforderliche In­fra­struk­tur ermittelt werden. Der Gutachter empfiehlt bei einer etwaigen ge­samtwirt­schaft­lichen Bewertung der Netzva­ri­an­te der Bürgerinitiative die gleichen Reduktionen (bezogen auf die Stadtbahnin­fra­struk­tur) vor­zu­neh­men wie beim T-Netz.

In der ersten No­vem­berhälfte sollen im Rahmen einer größeren Ver­an­stal­tung Stadt- und Kreisräte sowie Interessenverbände über den Sachstand der Untersuchung und die Möglichkeiten zum weiteren Vorgehen informiert werden.

 

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